28. December 2025
Das Schweigen der Freiheit - von Enver Muti

Das Schweigen der Freiheit - von Enver Muti

28.12.2025 19 min 59

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Das Essay von Enver Muti
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Die Freiheit, die die Natur des Menschen ist, steckt in absoluter Not. Eigentlich schon immer, aber jetzt sollen auch noch die letzten Krümel der Freiheit beseitigt werden. Die Vollendung eines digitalen Weltgefängnisses für Menschen ist zum Greifen nahe. Auch das kommt nicht aus heiterem Himmel. Wir alle haben daran mitgearbeitet. Es begann damit, dass der Mensch sich und seine Nachkommen wie Nutzvieh registrieren ließ.


Es begann damit, dass der Mensch blind glaubte, andere wüssten es besser als er selbst. Seitdem ist dieser Glaube tief in sein Bewusstsein eingegraben, wie in Stein gemeißelt und unverrückbar. Seitdem sucht er immer wieder nach Ausreden, um sich der Verantwortung für sein eigenes Leben zu entledigen. Seitdem ist die Geschichte der Menschheit die Geschichte ihrer Entmündigung, ihrer Abhängigkeit, ihrer Unfreiheit.


Sie ist die Geschichte seines Schweigens und seines egoistischen und opportunistischen Geistes. Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, dass die Menschheit noch nie erkannt oder verstanden hat, warum sie gewöhnlich so agiert. Schließlich ist der Grund ja schon lange bekannt. Es ist die Unfähigkeit, die eigene Angst zu beherrschen. Es ist die Bequemlichkeit des Menschen und die Sturheit, seine Möglichkeiten nicht zu nutzen.


Die meisten Menschen verhalten sich wie Schafe in einer Herde. Sie folgen der Stimme desjenigen, der sie füttert. Die Frage, ob sie fremdbestimmt und fremdgesteuert leben, interessiert sie nicht. Sie sind nur auf das tägliche Futter fixiert, und das ist ihre Realität. Im Gegensatz zu Tieren haben sie diese Realität frei gewählt. Die einzige Freiheit, von der die meisten Menschen Gebrauch machen, ist ihre freie Entscheidung für Unfreiheit und Abhängigkeit.


Sie sind Opfer von Täuschung und Zwang. Vor allem sind ihr selbständiges Denken und ihre natürliche Neugier mehr oder weniger zerstört und ihr Bewusstsein übernommen. Die Angst vor Elend, Schmerz und Tod treibt sie dazu. Die Angst wirkt wie der Rauch aus dem Rauchbalg, der bei der Honigernte eingesetzt wird, um die Bienen zu beruhigen und ihre Sinne zu verwirren, damit sie die Gefahr, den Angriff nicht wahrnehmen und beim fremden Raub ihres Honigs brav bleiben. Sie sind wie betäubt, ihre natürlichen Instinkte kommen nicht zum Tragen.


Ähnlich funktioniert es mit den Menschen. Während die Angst sie betäubt, handlungsunfähig und gleichgültig macht, wird ihnen eine Ressource nach der anderen genommen. Zu diesem Zweck wird immer weiter Angst in die Köpfe geblasen. Die Menschen reagieren auch wie benebelt, betäubt oder gelähmt und bringen außer blindem Gehorsam nichts mehr zustande. Freiheit, Logik, Argumente, Beweise, Gewissen, Empathie usw. interessieren diese Menschen nicht. Solche Gedanken verursachen bei Ihnen oft Ablehnung und sogar Aggression, weil sie Irritationen auslösen, die das Sicherheitsempfinden dieser Menschen stören.


Lernen ist daher für die meisten Menschen kein Thema mehr. Wenn sie mit anderen Menschen kommunizieren, ist das meist nichts anderes als nur ein Bienensummen. Es kommt nichts Gescheites dabei heraus, außer vielleicht Selbstbefriedigung. Ich höre immer wieder Sätze wie: „Weißt du, solche Themen interessieren mich nicht. Ich habe hier noch ein bisschen Zeit, die möchte ich in Ruhe verbringen. Ich will keinen Stress“ oder „Ich habe nichts zu verbergen, die können mich überwachen, wie sie wollen“ oder „Man muss es so nehmen, wie es kommt“.


Ich übersetze diese Sätze wie folgt:


„Ich tue, was von mir verlangt wird, damit ich meine restlichen Tage ungestört, ungestraft und ohne große Schmerzen zu Ende leben kann.


Die anderen Menschen sind mir egal. Es ist mir egal, was die Herrschenden mit uns und unseren Kindern machen und noch vorhaben. Es ist mir egal, ob meine Kinder zerfetzt auf Kriegsschauplätzen herumliegen. Es ist mir egal, ob die Menschen, denen ich vertraue und folge, mich verarschen und in digitale Fesseln legen. Es ist mir egal, ob ich mit dieser Einstellung durch die Handlanger der Mächtigen, die ich zu meinen Vertretern gewählt habe und die in meinem Namen handeln, andere Menschen indirekt in diese Fesseln zwinge.


Ich habe keine Probleme damit, mir alles gefallen zu lassen. Hauptsache, ich werde gefüttert, egal wie, und auch wenn ich dabei Giftköder fressen muss. Das ist mein freier Wille.


Ich vertraue einfach und hoffe, dass es gut ausgeht. Ich habe auch keine Angst. Solange ich kann, will ich leben. Ich bin doch nicht verrückt, mein Leben und meine geordnete Welt aufs Spiel zu setzen.“


Ein weiteres Beispiel für diese Mentalität, diesmal in Form eines kurzen Dialogs:


„Ich glaube an die Reinkarnation, an ein Leben nach dem Tod.“


„Warum glaubst du das?“


„Ich kann es nicht genau erklären, aber ich glaube daran. Es muss etwas geben, ich kann mir nicht vorstellen, dass nach dem Tod alles vorbei ist.“


„Warum glaubst du an etwas, was du nicht erklären kannst?“


„Doch, ich kann es erklären, ich fühle es so, aber es ist schwer, Gefühle und Erlebnisse in Worte zu fassen.“


„Wie kann ich dir dann folgen, wenn ich nicht die gleichen Gefühle und Erlebnisse habe?“


„Was du machst, ist mir sowieso egal. Es sind meine Gefühle und Erlebnisse, die meinem Glauben zugrunde liegen. Dieser Glaube gibt mir innere Ruhe, Gelassenheit und Hoffnung.“


„Tun nicht die meisten Menschen genau das - an etwas glauben, danach handeln und dann auf ein gutes Ende hoffen, auch wenn sie es nicht erklären können? Ist es nicht dieser Glaube, der die Menschheit in das heutige Elend geführt hat?“


„Mag sein, aber warum kannst du mir meinen Glauben nicht lassen? Ich lasse mir meinen Glauben nicht nehmen“.


Ende des Dialogs.


Diese Aussagen charakterisieren mehr oder weniger das Kommunikationsverhalten der meisten Menschen. Sie zeigen, wie sehr diese Menschen auf materielle Sicherheit und das eigene Ego fokussiert sind. Sie verdeutlichen, wie bequem sie sich das Leben machen und wie willkürlich sie damit umgehen. Und wenn diese Bequemlichkeit durch einen äußeren Anstoß gestört wird, sind sie blitzschnell kampfbereit.


Eine Kampfbereitschaft übrigens, die sie gegenüber den Machthabern, von denen sie dauernd zu irgendetwas gezwungen werden, in dieser Entschlossenheit nie aufbringen und ihnen nie widersprechen würden, ein typisch opportunistisches Sklavenverhalten.


Sie verwechseln Freiheit mit Willkür. Willkür ist ein rücksichtsloses und antisoziales Verhalten. Das ist, was ein Sklave mit Freiheit verbindet. Freiheit dagegen beruht auf Achtsamkeit und Eigenverantwortung. Sie setzt ein gewisses Maß an Lernbereitschaft und Neugier voraus. Wo aber wenig Eigenverantwortung ist, da ist wenig Neugier. Kein Wunder also, dass diese Menschen kaum noch neugierig sind. Dabei ist die Neugier die treibende Kraft hinter Erkenntnis, sie ist die Krücke des Denkens. Ohne sie tritt das Denken auf der Stelle, stagniert und verkümmert.


Diese Menschen stellen keine Fragen, sie hinterfragen nichts. Ohne darüber nachzudenken, wiederholen sie nur das, was ihnen einprogrammiert oder eingetrichtert wurde. Es sind programmierte Aussagen, die routinemäßig abgerufen werden, wenn es die Situation erfordert und die Notbremse gezogen werden muss. Woran erkenne ich, dass diese Aussagen programmiert sind?


Ich erkenne sie daran, dass sie nicht offen sind für vertiefende Fragen und für


Anschlusskommunikationen. Sie allein setzen den Schlusspunkt. Sie sind hermetisch verschlossen, dogmatisch und kommunikativ untauglich. Das ist Ausdruck einer Lernblockade, einer Lernstörung oder einer gänzlich fehlenden Lernbereitschaft. Sie wollen Kinder bleiben und nicht erwachsen werden. Dieser eigentlich fatale, aber für die meisten Menschen ganz normale Zustand macht sie, ob jung oder alt, unerreichbar. Sie sind notorisch geistesabwesend.


In diesem Zustand ist so ziemlich alles möglich, was mit diesen Menschen gemacht werden kann. Ich erinnere an die berauschten und betäubten Bienen, die unter dem Einfluss des Rauchs hilflos mit ansehen müssen, wie ihre eigene Nahrung mithilfe eines einfachen, perfiden Tricks vor ihren Augen abgeschabt wird. Denn ihre natürliche Wut, ihr natürlicher Abwehrinstinkt wird unterdrückt oder ausgeschaltet, so wie es die Herrschenden heute mit der ganzen Menschheit machen.


Aus diesem Zustand erwachen die meisten Menschen erst, wenn sie ihre letzte Unterhose verloren haben, nichts mehr besitzen, nichts mehr zu essen und zu trinken haben und den Tod im Nacken spüren. Dann kommen sie aus ihren Löchern, aber eher kriechend als mit klarem Kopf, zielstrebig und entschlossen. Es ist einfach zu spät. Bis dahin zeigen sie, wie man so sagt, eine bemerkenswerte Resilienz und scheinen alles gut wegzustecken, was man ihnen zumutet. Sie sind standhaft, unerschütterlich und uneinsichtig; weder Wahrheit noch Lüge bedeuten ihnen etwas.


Ihre Aufmerksamkeit gilt allein der Kraft und der Macht, an die sie sich anlehnen und von der sie sich mitreißen lassen wollen, was sie dann mit Gehorsam bezahlen. Ich staune immer wieder über so schlechte freie Entscheidungen von Menschen. Es gibt noch eine andere Möglichkeit, aus diesem Zustand herauszukommen: Wenn diese Menschen einen klaren, verständlichen und überzeugenden Anreiz wahrnehmen, kann dies ihre Neugier wecken und sie eventuell zu einer Horizonterweiterung motivieren.


Wenn sie das Gefühl entwickeln, dass sie das, was sie als Alternative wahrnehmen, auch nachvollziehen und nachmachen können, können sie Mut fassen und bereit sein, ihren Kopf freizuschalten und ihre ewige Denkpause zu beenden. Das wäre ein Anfang aus dem Käfig in die Freiheit. Aber draußen in der Freiheit ist nicht immer alles so, wie es scheint. Außerhalb des Käfigs muss man schon selbst entscheiden und die Konsequenzen tragen. Das ist riskant.


Die schlimmsten Gefahren tarnen sich als Sicherheit und Schutz, als Freiheit, als Fortschritt und Verbesserung, als Erleichterung und Entlastung, als Heilung. Das Erkennen und Entlarven dieser unglaublichen Täuschung, die alles ins Gegenteil verkehrt, gleicht einer Wanderung durch dichten Nebel.


Es ist ein mühsamer und schmerzhafter Lernprozess, geprägt von eingeschränkter Sicht und massiven Ablenkungen der Wahrnehmung. Sie ist überaus mächtig, schleicht sich in jeden Denkprozess ein und ist dann nur sehr schwer wieder loszuwerden. Der Weg zur Freiheit ist eben sehr steinig und unendlich lang. Denn Freiheit ist ein Balanceakt, ein ständiges Ausbalancieren und verlangt deshalb auch ständige Lernbereitschaft und Wachsamkeit. Aber wer ist schon bereit, sich auf diesen herausfordernden Lernprozess einzulassen, wenn er nicht weiß, wie sich Freiheit im Alltag anfühlt, und wenn er nicht erkennen kann, dass Freiheit die beste Sicherheit bietet, selbst gegen jede Täuschung?


Die meisten Menschen haben den inneren Drang nach Freiheit verloren, weil er ihnen über Generationen hinweg ausgetrieben oder abtrainiert wurde. Die Neugier kann aber wieder aufleben, wenn entsprechende äußere Reize und Impulse vorhanden sind. Lösungen, Glaubwürdigkeit, Kohärenz, Transparenz und Mut können solche Impulse bieten. Sie können z.B. anregen und ermutigen, kognitive Dissonanzen zu überwinden und Ängste abzubauen.


Wie entstehen Impulse?


Impulse entstehen durch Beobachtung, durch Kommunikation und durch Mitteilungen. Sich mitzuteilen ist eine der zentralen Aufgaben des menschlichen Überlebens – und das ist keine Frage der Laune. Lebewesen, ob Mensch oder Tier, die zum Überleben auf Zusammenhalt angewiesen sind, müssen sich mitteilen und miteinander reden, statt zu schweigen. Was tut z.B. ein Mensch instinktiv, wenn er sein Haus brennen sieht? Bleibt er stumm oder läuft er hinaus, um Hilfe zu holen?


Durch Programmierung oder Konditionierung wurde den Menschen genau das Gegenteil eingeredet. Man denke an das Sprichwort „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“ oder an das spanische Sprichwort „En boca cerrada no entran moscas“ (In einen geschlossenen Mund fliegen keine Fliegen hinein).


Auch die Begriffe ‚anecken‘ und ‚politische Korrektheit‘ tragen zur Programmierung des Schweigens bei und zielen darauf ab, authentische Reaktionen und Mitteilungen zu unterdrücken - die Kommunikation zu kastrieren. Schweigen ist eine Form der Zustimmung, eine stille Bejahung. Es drückt den Willen zur Konformität mit dem aus, was war, ist oder werden könnte.


Alle Herrschaftsformen brauchen das Schweigen ihrer Untertanen, der Masse. Um das zu sicherzustellen, würden sie zu allen erdenklichen Mitteln greifen. Die Bekämpfung des freien Wortes hat für sie deshalb immer die höchste Priorität, denn das selbständige, freie Denken ist das Gefährlichste, was ihnen nachhaltig schaden und sie zu Fall bringen könnte. Deshalb kontrollieren sie die Medien, zensieren, verbieten und bestrafen Andersdenkende und wenden grenzenlose Gewalt an, um Enthüllungen zu verhindern und ihre Macht zu erhalten. Sie zwingen ihre Untertanen zur Selbstzensur.


Ich sehe nur diese beiden Möglichkeiten, um aus der Lethargie herauszukommen und das Schweigen zu brechen: Entweder durch ein einschneidendes Ereignis, dessen Folgen kaum absehbar sind, oder durch glaubwürdige Impulse von außen, die den Menschen helfen könnten, sich gezielt auf ein freiheitliches Miteinander vorzubereiten. Aber Impulse sind nur dann glaubwürdig, wenn sie durch konkrete, nachvollziehbare Lösungen, konsequentes Handeln und logische Stringenz erzeugt werden und wenn die Argumentation widerspruchsfrei ist und keine relevanten Fragen ausklammert.


Wenn dies gegeben ist und wahrgenommen wird, könnte man erwarten, dass die schlafende oder verzweifelte Masse sich erhebt und der Idee einer freien Gesellschaft eine starke Stimme verleiht. Wer sich für diese Idee einsetzt, hat folglich zwei Aufgaben: Erstens, Lösungen zu entwickeln; zweitens, darüber zu reden - und zwar immer lauter - und dabei die Glaubwürdigkeit zum Maßstab aller Kommunikation zu machen.


Beides ist heute bei den Verfechtern der Freiheit Mangelware – das zeigt sich bereits an ihrem fehlenden Zusammenhalt. Die Herrschenden setzen ihre Lösungen, die in Wirklichkeit die Probleme selbst sind, durch Täuschung und Zwang durch. Das können sie, weil sie die Verbreitungsmedien kontrollieren und weil sie die Macht und die Mittel haben, verbindliche Regeln aufzustellen und deren Einhaltung zu überwachen und zu erzwingen.


Die Freiheitsverfechter hingegen können ihre Wirkung nur durch Glaubwürdigkeit und Kohärenz, durch schlüssige Lösungen und entsprechende Praxis erzielen und verstärken. Sie können z.B. Achtsamkeit und Empathie praktizieren, lernende Kommunikation fördern und demonstrieren, wie man vom bloßen Konsumieren zum Selbstdenken, zur Selbstverwirklichung und Kreativität kommt.


Sie können zeigen, wie man Schritt für Schritt verlorene oder gestohlene Lebenszeit zurückgewinnt. Sie können anderen ein Beispiel dafür sein, wie sozialer Zusammenhalt, gegenseitige Motivation und Kreativität funktionieren können. Sie können die Werte einer Gesellschaft ohne Zwang in ihrem Alltag leben und versuchen, in allem, was sie tun, die Saat einer solchen Gesellschaft zu sein, die vielleicht schon für ihre Kinder und Kindeskinder aufgehen wird.


All dies sind Lösungen, die eine freie Gesellschaft und ein gemeinsames Ziel vorstellbar machen, neue Dynamiken in Gang setzen und neue Kräfte entfalten können. Die Fesseln der Kreativität sind unsere bisherigen Denkroutinen in jeder Hinsicht. Es braucht den Mut, sie zu hinterfragen und abzuschütteln. Deshalb sind Offenheit und Kritikfähigkeit unentbehrlich. Es ist unumgänglich, den größten Teil unserer Energie in Kreativität zu stecken, in die Entwicklung von zielführenden, praktikablen Ideen und in deren Erprobung.


Es ist sinnlos, weiterhin in den Themenfeldern der Herrschenden zu verharren – seien sie geopolitisch, historisch, wissenschaftlich, medizinisch, spirituell, okkult oder finanziell. Damit vergeudet man nicht nur seine Zeit, sondern spielt auch das alte Spiel immer weiter mit. Die neue Gesellschaft muss ihre eigenen Themen entdecken und aktiv an ihnen arbeiten. Die Herrschenden setzen ihre Themen, mit dem Ziel, Gedanken der Masse zu kontrollieren und zu steuern. Mit ihren Themen lenken sie von dem schlimmsten Problem der Menschheit ab: dem Verlust des Rechts auf ein freies Leben.


Die Menschen fristen ihr Dasein wie eine an die Erde verkaufte Sklavenbevölkerung, die gegängelt, erpresst, beraubt, eingesperrt, gequält, gefoltert und willkürlich getötet wird. Ihre Kinder haben das gleiche Schicksal. Die Herrschenden beschaffen und kontrollieren die Informationen, egal ob sie von Mainstream- oder Alternativmedien verbreitet werden, immer nach dem Prinzip ‚Teile und Herrsche!‘. Zur Perfektionierung der Täuschung vermischen sie manchmal Informationen mit ihren Absichten, um eine Spaltung zu konstruieren. Die Bücher von Huxley und Orwell sind Paradebeispiele dafür. Sie beschreiben nur eine Idee, die den totalen Untergang der Menschheit bedeutet, und enthalten aber keine Gegenideen. Warum auch?


Denn sie dienen nur dazu, uns an diese Vorstellung zu gewöhnen. Wenn wir heute ähnliche Zustände beobachten, denken wir sofort an ihre Bücher. Science Fiction wird zur gelebten Realität und überrascht uns nicht einmal! Ist es nicht erstaunlich, wie schnell wir uns dieser Realität adaptieren? Heute braucht man solche Bücher nicht mehr schreiben zu lassen. Harari und die Transhumanisten, die an den Schaltzentralen dieser Welt sitzen, verkünden hemmungslos und offen, dass die Menschheit gehackt, überflüssig und nutzlos ist.


Aber die Lämmer schweigen ungestört weiter. Für sie macht es keinen Unterschied, ob das Böse versteckt oder lauthals verkündet wird. Denn sie wollen nur hören, was ihnen in den Kram passt. Natürlich ist es wichtig, den Gegner zu beobachten, sich zu informieren und entsprechend zu reagieren. Doch diese Themen sind nicht die der Freiheitsverfechter. Spätestens nach ein paar Fragen führt jede Diskussion über die von den Herrschenden gesetzten Themen unweigerlich zu einer einzigen Frage: Wer entscheidet am Ende verbindlich für alle?


Warum muss ich mir gefallen lassen, dass ein anderer für mich und über mich entscheidet? Das ist die entscheidende Frage: Herrschaft ja oder Herrschaft nein? Diejenigen, die sich gegen die Herrschaft entscheiden, haben keine andere Wahl, als ihre Kräfte zu bündeln, zusammenzustehen und zu beginnen, ihre Träume zu leben. Sie haben keine andere Wahl, als mit ihrer Energie klug umzugehen und sie zielgerichtet einzusetzen.


Sie haben keine andere Wahl, als lauter, klarer, glaubwürdiger und nachahmenswerter zu werden.


Wenn sie vom Herzen Freiheit wollen, müssen sie den Mund aufmachen und das Schweigen brechen. Reden kann viel bewirken - im Positiven wie im Negativen. Glaubwürdige Mitteilungen führen zu positiven Ergebnissen, unglaubwürdige zu Ablehnung. Eine Möglichkeit, die Kommunikation einer Idee glaubwürdig zu machen, besteht darin, sie zu Ende zu denken.


Das Durchdenken fördert nicht nur die Glaubwürdigkeit, sondern auch das Selbstvertrauen, die Lernfähigkeit und die Bereitschaft, Kritik anzunehmen. Es hilft, Neid, Missgunst, überheblichen Stolz, Eitelkeit, Hochmut, Arroganz und Selbstgefälligkeit gar nicht erst aufkommen zu lassen und Täuschungen zu entlarven. Wenn das Durchdenken ausbleibt, lebt man in einer Täuschung, ob man will oder nicht. Dazu fällt mir ein Beispiel ein: Ein bekannter Friedensforscher.


Ich weiß nicht, wie man Friedensforschung betreiben kann, ohne auch Ursachenforschung zu betreiben, also ohne zu Ende zu denken. Dieser Friedensforscher spricht bei seinen öffentlichen Auftritten lieber als Historiker denn als Mensch, lieber als Autorität mit Etiketten denn als einfacher, logisch denkender, neugieriger Mensch. Diese Etiketten hindern ihn daran, zu Ende zu denken.


Einerseits spricht er zu Recht von der Menschheitsfamilie, andererseits von „illegalen“ Kriegen. Wie passt das zusammen? Müssen wir ‚legale‘ Kriege in der Familie akzeptieren? Ist Zwang in der Menschheitsfamilie natürlich vorkommend und legitim? Ist der eigentliche Krieg nicht der Zwang selbst? Und der Frieden nicht die Freiheit? Wenn wir in Freiheit leben würden, hätten wir schon Frieden, oder? Ja, aber ich bin Historiker. Ich schaue mir die UN-Dokumente an, da steht sowas nicht drin. Außerdem kann ich es mir nicht leisten, als Mensch zu sprechen, finanziell und so.


Wer seine Wahrheiten nur aus Beweisen und Quellen konstruiert und den eigenen gesunden Menschenverstand und die Logik verschmäht oder vernachlässigt, wird früher oder später zwangsläufig Opfer der Täuschung werden. Dieser verdienstvolle Friedensforscher ist Opfer der Täuschung und praktiziert sie selbst auch par excellence.


Es gibt noch ein lehrreiches Beispiel dafür, wie man nicht zu Ende denkt. Auch wenn ich damit bisher nur auf völlig taube Ohren gestoßen bin, erwähne ich dieses Beispiel immer wieder, weil es wichtig ist, weil es den Blick auf die Welt grundlegend verändert und hilft, die Veränderungsenergie richtig zu kanalisieren. Viele Verteidiger der Freiheit sprechen wie ein Mantra von der Wahrheit, ohne dass man erkennen kann, dass sie sich Gedanken darüber gemacht haben, warum sie diesen Begriff verwenden.


Natürlich meinen sie damit eine Wahrheit, an der sich alle zu orientieren haben. Sonst hätte es ja keinen Sinn, von Wahrheit zu sprechen, wenn man immer nur seine eigene Wahrheit meint. Was nützt es also, von Wahrheit zu sprechen, außer die anderen zu markieren und in Wahrheitsgläubige und Wahrheitsungläubige zu spalten? Was hat die Wahrheit mit der Freiheit überhaupt zu tun? An welcher Stelle braucht die Freiheit die Wahrheit?


Meinen diese guten Leute, dass die Menschen aufwachen, weil sie die Wahrheit erfahren haben? Wie schon Gustave Le Bon richtig erkannte, dürsten die Massen nie nach Wahrheit. Sie sind auf materielles Überleben programmiert. Aus dieser Perspektive sehen und bewerten sie die Welt. Nicht die Wahrheit zählt, sondern das Argument. Und die besseren Argumente sind attraktiver und anschlussfähiger. Manchmal helfen auch die besten Argumente nicht, wenn die Angst zu tief sitzt, wenn man mit aller Kraft an dem festhält, was man bereits glaubt. 


Jemandem, der unter Höhenangst leidet und sich weigert, eine Brücke zu überqueren, hilft es nicht, ihn auf die Wahrheit hinzuweisen und ihm zu beweisen, dass beim Überqueren der Brücke nichts Gefährliches passiert. Er muss selbst den Anreiz finden, es auszuprobieren. Bis dahin interessiert ihn keine Wahrheit. Inwieweit gute Argumente Impulse und Anreize auslösen können, hängt stark vom jeweiligen Angstzustand ab. Wenn wir unseren freien Willen zurückgewinnen, eine freie Gesellschaft aufbauen und dafür Impulsgeber sein wollen, dann müssen wir in jeder Lebenslage überzeugende Argumente für eine solche Gesellschaft formulieren und kommunizieren, nicht von Wahrheit, sondern von diesen Argumenten sprechen.


Nicht die Wahrheit macht frei, sondern die Erkenntnis, dass wir von Natur aus frei sind und jedes Recht haben, diese Freiheit zu leben und zu verteidigen! „Die Schlange, die mich nicht berührt, möge tausend Jahre leben.“ In diesem Sprichwort kommt der pure Egoismus deutlich zum Ausdruck, und es spiegelt eine tief verwurzelte Mentalität der Gleichgültigkeit wider. Um diese Mentalität zu überwinden, brauchen wir überzeugende und nachvollziehbare Argumente, die uns helfen, das Schweigen der Lämmer - das Schweigen der Freiheit - zu durchbrechen und eine freie Gesellschaft sichtbar und erfahrbar zu machen. Das setzt natürlich voraus, dass der Adressat reif und bereit ist, sich auf diesen Prozess einzulassen.


Dazu müssen wir eben nicht nach Wahrheit, sondern nach Freiheit schreien, mit dem Ziel, die natürliche Freiheit für alle wiederherzustellen. Dieses Ziel muss immer im Mittelpunkt unserer Bemühungen stehen. Auf dem Weg zur vollen Freiheit sind zwar Teilerfolge möglich, doch Reformen dürfen nicht unser Ziel sein und das eigentliche Ziel schwächen oder in Vergessenheit geraten lassen. Wir müssen eine komplett freie Gesellschaft anstreben und keine Reformen, unabhängig davon, welche geopolitischen Entscheidungen gerade am Wirken sind. Was Reformen bringen, hat die Menschheit schon zur Genüge erlebt. Am Sklavendasein der Menschen haben sie aber rein gar nichts geändert.


Reformen sind geplante Operationen, die nur dazu dienen, die Unzufriedenheit der Massen unter Kontrolle zu halten und das bestehende Herrschaftssystem zu stabilisieren. Sie sind Maßnahmen des Empörungsmanagements der Herrschenden und stellen das Herrschaftssystem nie in Frage.


Jede Form von Herrschaft muss für immer aus meinem, deinem und unserem Leben verschwinden. Da gibt es kein Wenn und Aber! 

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Dawid Snowden · 03.06.2026

Danke für den Hinweis

Du bist ein Sklave
Roman · 29.05.2026

Schreibfehler

Du bist ein Sklave
anon-a9a81eef · 26.05.2026

Schon mal überlegt, ob nicht eine nichtphysische Kraft ursächlich sein könnte? Dort wirds wärmer.

Wir leben in einem Gefängnis
Leon Felbermayr · 08.05.2026

https://odysee.com/@Biotop_Erde:e?view=content

Lemminge in den Tod getrieben 
Leon Felbermayr · 08.05.2026

die Mutter aller Lügen! https://odysee.com/@Biotop_Erde:e/Kugel-Erde---die-Mutter-aller-L%C3%BCgen!:b

Lemminge in den Tod getrieben