Was einst als Raum für radikale Freiheit galt, für Entfaltung, für Schmerz, Wahnsinn und Wahrheit, ist heute nichts weiter als ein steriles Gehege für systemkompatible Kreativbeamte mit Förderantrag. Kunsthochschulen sind zu ideologischen Dressureinrichtungen mutiert, in denen mehr Zeit damit verschwendet wird, zu diskutieren, was Kunst ausdrücken darf, als mit der Kunst selbst.
Man redet darüber und achtet penibel darauf, was gesetzlich noch als erlaubt gilt, welche Worte nicht strafbar sind und welche Haltung man einnehmen muss, um nicht bestraft oder verhaftet zu werden – oder gar zu riskieren, dass sich die Medien vollständig vom Künstler abwenden. Auch das wird durch die Staatsperversion beeinflusst, denn alle Behörden, Verwaltungen und Medien arbeiten gleichgeschaltet.
Kunst wird heute nicht mehr erlebt, sondern zensiert. Nicht mehr gefühlt, sondern politisch programmiert. Diejenigen, die sich wirklich ausdrücken wollen, werden zu Halbjuristen ihrer eigenen Arbeit – aus Angst, mit der nächsten Skulptur oder Performance ins Visier von uniformierten Staatssöldnern zu geraten, die inzwischen nicht davor zurückschrecken, Galerien zu stürmen und Ateliers auszuräumen. In Deutschland! Nicht in Nordkorea. Nicht im Iran. In einem Land, das sich auf dem Papier Kunstfreiheit leistet, aber in der Praxis Kunst unter Aufsicht stellt – wie ein Kind mit geistigen Handschellen, das nur das lernen darf, was das Narrativ geistig verkrüppelter Ideologen vorschreibt.
Die Szene ist durchseucht. Fördergelder fließen nicht selten nur noch in Projekte, die Degeneration fördern oder die Menschen spalten, statt zum Träumen oder Denken anzuregen: Genderdiversität in Pastellfarben, Schuldästhetik als Dauerschleife, zerfallende Körper im Namen des kulturellen Verfalls. Es geht nicht mehr um Erkundung, Reibung oder Wahnsinn. Es geht um Anpassung, Affirmation, Applaus. Wer sich diesem absurden Kanon nicht unterwirft, wird nicht etwa ignoriert – er wird erfasst. Aus einem unangepassten Künstler wird ein „Rechter“, ein „Antisemit“, ein „Gefährder“. Die Etiketten wechseln je nach Tagesform des Amtsleiters der Staatsekte.
Kunst ist der Spiegel menschlicher Erfahrung. Ein Geschichtsbuch, das Gefühle, Erlebnisse und Leid visualisiert und archiviert. Wer diesen Spiegel verbietet, zerschlägt nicht nur ein Werk, sondern das Grundrecht, Mensch zu sein – und die Geschichte gleich mit. Wer Kindern, Künstlern und Denkenden die Freiheit raubt und sie dazu zwingt, sich auf Grundlage politischer oder religiöser Ideologien zu entfalten, verurteilt sie zur inneren Verkrüppelung. Was nicht sprechen darf, verkümmert. Was sich nicht ausdrücken darf, degeneriert. Wir leben in einem offenen Strafvollzug. Die Türen sind offen – solange du den programmierten Weg gehst. Freiheit existiert nur innerhalb ideologischer Grenzen – und die werden von politisch pervertierten Psychopathen gezogen, die sich herausnehmen, über unsere Körper, unser Denken und unsere Kinder zu bestimmen.
Das ist kein Ausnahmezustand – es ist Krieg. Krieg gegen das Menschsein. Krieg gegen die Freiheit, den Frieden und die Wahrheit. Es ist ein System des Missbrauchs. Und genau deshalb müssen Ideologien und ihre Vollstrecker verschwinden. Nicht reformiert. Nicht integriert. Entfernt, und zwar restlos! Denn solange Kunst nicht frei ist, ist der Mensch es auch nicht. Und solange ein Kind im ideologischen Käfig aufwächst, ist jede Zukunft ein Rückschritt. Kunst ist Mensch. Ein Kind ist Kunst. Und beides kann im Korsett der Kontrolle nur verkrüppeln und degenerieren.
Wer Freiheit will, muss den Mut haben, die Fesseln sichtbar zu machen.
Und wer Kunst verteidigen will, muss aufhören, ihre Henker zu hofieren.