Was sind Demonstrationen? Sie sind nicht mehr als rituelle Bittgänge jener, die von klein auf in die staatliche Ersatzreligion der Ohnmacht hineinerzogen wurden – Menschen, denen nie beigebracht wurde, wie man selbstständig handelt, wie man sich zur Wehr setzt, sondern nur, wie man gehorcht und auf allen Vieren vor der Autorität kriecht. Also flehen sie auf Demonstrationen: darum, nicht in Kriegen verheizt, nicht allzu sehr beraubt, nicht gedemütigt und nicht geschlagen zu werden. Doch kaum ist der Ruf nach Gnade verklungen, stehen sie am nächsten Tag wieder an der Maschine, vor dem Bildschirm oder am Fließband – und halten genau das System am Leben, das sie unterdrückt, missbraucht und zersetzt.
Diese Menschen, die auf der Straße stehen, nehmen an einem Ritual teil, das sich auf erschreckende Weise mit dem Okkulten deckt: eine kollektive Entladung des eigenen Frustes, nur um kurz darauf wieder in die Strukturen des Missbrauchs einzutauchen – als wäre nichts gewesen. Dort finden sich Menschen, die das gleiche Mindset teilen. Sie kotzen sich gegenseitig kleine Informationsbröckchen ins Gesicht – und werfen sich Phrasen zu, die längst jeder kennt. Es ist, als würde man zwei Menschen in einen Raum einsperren, die sich gegenseitig erzählen, wie beschissen alles ist – und sich dann darüber freuen, dass wenigstens einer versteht, wie es ihnen geht. Sie geben sich die Hand und kehren tags darauf wieder als Sklaven ins Missbrauchssystem zurück.
Deswegen bringen Demonstrationen absolut Garnichts – weil sie überwiegend dort stattfinden, wo es nicht um Menschen geht, sondern um Politiker. Man bettelt freudestrahlend vor Bürgermeistergebäuden, vor dem Reichstag oder anderen politischen Institutionen - darum, etwas weniger missbraucht zu werden – aber keiner von diesen Opfern denkt ernsthaft daran, diese Systeme komplett abzustoßen, um Platz für etwas Neues zu schaffen. Und ihre Besitzer – wenn es ihnen zu bunt wird – schicken einfach ihre Hunde los. Uniformierte Prügelroboter, die auf den wütenden Mob eindreschen, weil sie genau dafür gezüchtet wurden. Ihre Aggression und ihre Bereitschaft, anderen Menschen zu schaden, wurden okkult verwertet und gezielt in die gewünschte Richtung gelenkt – um diese Krankheit zur Waffe zu machen. Um daraus etwas Nützliches zu machen, das ihre Macht weiter stärkt.
Wenn Demonstrationen überhaupt Sinn ergeben sollen – vorausgesetzt, man möchte ernsthaft etwas verändern – dann müssten sie dort stattfinden, wo die Menschen leben, die betroffen sind – und nicht dort, wo politische Darsteller ihre Lebenszeit in einem absurden politischen Monopoly verspielen. Dort, wo die Betroffenen leben, müsste der Dialog eigentlich beginnen. Dort, wo Menschen sich zuhören, sich austauschen und gemeinsam Probleme benennen. Alles andere ist ein Kreislauf, eine Zeitvernichtungsmaßnahme, bei der man im Optimalfall ein paar Leute kennenlernt – sofern überhaupt die Bereitschaft dazu da ist.
Demonstrationen sind Überdruckventile. Sie dienen dazu, dass sich die Opfer der Politik entladen, ihren Frust rauslassen – aber eben nur so laut und intensiv, wie es ihnen die Politik erlaubt – Damit sie weitermachen kann, wie bisher. Die Opfer gehen erleichtert nach Hause – und haben im Grunde nichts erreicht, außer gebettelt zu haben. Man hätte genauso gut eine Loveparade mit Bratwürsten, Musik und Entertainment veranstalten können – das Ergebnis wäre dasselbe gewesen: ein kurzer Moment des Erlebens, des Dabeiseins, jedoch keine ernsthafte Veränderung.
Kein Erfolgserlebnis, mit dem man nach Hause geht und sich freut, bald mit anderen Menschen die Welt zu verändern oder neu zu gestalten. Stattdessen lassen sich Menschen von prügelnden Robotern in Uniform misshandeln oder einkesseln – und glauben ernsthaft, das sei Teil des Widerstands: sich zu unterwerfen und sich wie der letzte Dreck behandeln zu lassen.
Und dann beginnt das ewige Lied vom „Schließt euch an!“, als würde der Prügelroboter sich dem Aufstand anschließen – es ist etwa so wahrscheinlich, wie ein Straßenräuber sich plötzlich mit seinem Opfer solidarisiert, um ihn das Geld zurückzugeben. Demos sind nichts weiter als kontrollierte Selbstentladung – das muss wirklich verstanden werden, die dem System einen großen Nutzen bringt.
Eine Simulation von Aufstand – ohne Wirkung für die Opfer, aber mit maximalem Nutzen für die Veranstalter, die sich nach der Show mit Spenden die Taschen vollstopfen und nebenbei ihre Bekanntheit weiter steigern. Zudem dienen Demonstrationen längst nicht nur als Überdruckventil für die Opfer, sondern auch den Herrschenden. Sie instrumentalisieren sie geschickt, um soziale Veränderungen umzusetzen – im eigenen Sinne. Diese Inszenierungen werden später öffentlichkeitswirksam den Opfern als „Widerstand“ verkauft, als Zeichen, dass „das Volk angeblich dafür ist“. Selbst wenn die Agenda gegen die Menschen gerichtet ist.
Wer heute auf Demos geht, sollte sich im Klaren sein: Er wird dort absolut nichts erreichen, es sei den man möchte paar Blaue flecke oder gebrochene Knochen, dann ist der Erfolg garantiert. Aber vielleicht trifft man ein paar Leute, die man mag, oder hört ein paar Stimmen, die einem guttun. Das ist dann in diesem Sinne okay. Aber jede weitere Erwartung ist einfach nur eine Illusion. Wer wirklich etwas verändern will, muss sich bewegen. Muss sich vernetzen. Muss sich organisieren. Muss sich mit anderen Menschen zusammentun – um die Bedrohung auszuschalten, anstatt um Gnade zu tanzen oder sie anzubetteln, keine Bedrohung mehr zu sein.
Jede Veränderung beginnt mit Dialog – aber nicht mit Tätern in der Politik oder irgendwelchen Parteien, sondern mit deinen Mitmenschen. Mit denen, die unter derselben Politik leiden wie du. Mit ihnen musst du auf einen gemeinsamen Nenner kommen. Dort müssen Synergien entstehen. Und nur dort kann eine neue Welt entstehen – nicht durch Reden über Politik und ihre Darsteller, nicht durch Unterwerfung unter ihre Regeln oder Ideologien, sondern durch die radikale Hinterfragung der Systeme und deren Abbau - um Platz zu schaffen für etwas Neues, das nicht der Herrschaft dient, sondern den Menschen, die von der politischen Geisteskrankheit okkupiert wurden.
Aktive Veränderung ist keine Bettelveranstaltung und kein Spaß, den man so eben mitmacht. Sie ist kein Spielzeug, keine Demo und definitiv kein Festival der Empörung. Sie ist Arbeit. Konzentriertes, entschlossenes Arbeiten an Lösungen – und der systematische Abbau jener Prozesse, die uns schaden. Es ist daher kein Vergnügen. Es geht nicht ums Tanzen, Trommeln oder Redenschwingen. Es geht um Fleiß, um Kameradschaft, Durchhaltevermögen, um echten Zusammenhalt – und den unerschütterlichen Willen, gemeinsam etwas Neues zu schaffen und sich zu befreien. Für uns. Für unsere Kinder. Und für all jene, die nach uns kommen.
Damit sie nicht als digitale Befehlsempfänger an der Leine einer staatsautoritären Psychose enden – sondern vielleicht, nur vielleicht, eines Tages wirklich spüren, was Freiheit bedeutet. Wie es sich anfühlt, wenn niemand mehr über einem steht. Damit sie ein Leben führen können, das ihnen selbst gehört. Damit sie träumen dürfen, ohne sich vor einer Bande politischer Geisteskranker, Kriegstreiber und ihrer Ämter, Behörden und Kontrollmaschinen beugen zu müssen. Jetzt bist du dran. Nicht um mitzuspielen, nicht um zu gehorchen – sondern um dein eigenes Leben in die Hand zu nehmen. Du bist nicht hier, um im Schatten von Irren und ihren geisteskranken Ideologien zu degenerieren. Du bist kein Platzhalter in ihrem perfiden Spiel. Du bist die Antwort. Also verhalte dich nicht wie eine Prostituierte! Lass dich nicht missbrauchen. Verlass das Staatsbordell – so schnell wie möglich und mit so vielen Menschen, wie du nur erreichen kannst!
In diesem Sinne: Wir sehen uns auf der Straße – jedoch nicht bettelnd, oder kriechend, sondern gestaltend. Und wenn wir etwas erreicht haben, ja, dann können wir gerne Feste feiern und tanzen! Euer Dawid Snowden